Chronologie - Rettet die Alte Post 35390 Gießen

Rettet die ALTE POST
in 35390 Gießen
Bürgerinitiative (BI)
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Chronologie

...des Versagens

Wenn man in Gießen die Geschichte des Samen- Hahn und der alten Post behandelt, so darf man nicht erst beim Verkauf des Samen-Hahngebäudes 1982 beginnen. Nein, man muss weiter in die Stadtgeschichte zurückblicken. Zurück in die dunklen Dezembernächte des Jahres 1944, als ein Großteil des über Jahrhunderte gewachsenen Gießener Stadtkerns im Feuersturm unterging.

Ein Großteil wie gesagt, denn das Viertel zwischen Samen-Hahn, Kaplansgasse, Seltersweg und Bahnhofstraße war weitestgehend von Bomben verschont geblieben. Sicherlich wurde das ein oder andere Fachwerkhaus nur noch durch Tapeten zusammen gehalten, galt das Viertel als verrufen und schäbig, die gründerzeitliche Bebauung der Bahnhofstraße war jedoch intakt und auch bewohnt. Man hätte mehr daraus machen können, als City-Center und das ehem. Hortengebäude heute hergeben.

Dies änderte sich mit dem größenwahnsinnigen Wiederaufbauwahn der 1960er Jahre als dieses Viertel (und das frühere Volksbad) dem Erdboden gleich gemacht wurden und durch gesichtslose, allein dem Konsum dienende Bauten ersetzt wurden. Damit verlor Gießen den letzten Teil seiner Altstadt.

Die Zeiten änderten sich jedoch und man wandte sich wieder dem Erhalt alter Gebäude zu. So auch bei dem Glauben daran Herr S. würde das Samen-Hahn-Gebäude bei Verkauf 1982 erhalten. Die an das Gebäude anschließende, barocke Bebauung wurde jedoch damals schon von Herrn S. abgerissen und sollte mit einem wuchtigen Betonklotz bebaut werden. Es kam nun zu 30 Jahren Verfall und anschließedem Notabriss, da das Gebäude innerlich völlig verfault, eingestürzt und kaputt war.
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Nach Jahren des Stillstandes und des illegalen Betreiben eines Parkplatzes durch die Familie S. wurde die Stadt Gießen zu Beginn der 2000er aufmerksam auf den wirklichen Willen des Eigentümers. Diesem gehör(t)en in Gießen auch noch weitere Gebäude. Darunter eine alte, verfallen Fabrik in der Südanlage welche zu Beginn der 2000er durch den Mord an einem Obdachlosen und einen Brand in die Schlagzeilen kam. Diese wurde später abgerissen und das Grundstück lag so lange brach, bis die Nachbarbebauung in die Baugrube abzusacken drohte. Erst dann verkaufte Herr S. das Grundstück. Heute steht dort ein Ärztehaus.

Spätestens jetzt hätte man bei Samen-Hahn aufmerksam werden müssen. Es hätte erhalten werden können. Die Stadt jedoch schaute bewusst weg.

1993 wurde das alte Postgebäude in Laufweite des Bahnhofes aufgegeben und die neue Post gegenüber des alten Gebäudes bezogen. Seitdem steht die alte Post leer. Der damalige Eigentümer, die deutsche Bundespost, verkaufte das Gebäude 1998 (vermutlich im Nichtwissen wer der Erwerber und dessen geldgierige Hintergründe waren) an Herrn S. Dieser plante darin eine Markthalle (Foodcourt). An sich ist dies eine sehr schöne und gute Idee. Geschehen ist bisher nichts. Auf Nachfragen werden heuchlerische, verlogene und "dumme" Nachrichten an die Presse diktiert, den Verantwortlichen der Stadt Gíeßen wird die alleinige Schuld zugeschoben. Sicherlich ist seitens der Stadt nicht alles prima gelaufen. Darüber sollten sich die Oberen der Stadt Gießen auch endlich bewusst werden und handeln. Die Bebauung des Samen-Hahn Geländes hätte LANGE erfolgen können. So auch bei der alten Post. Es muss nun etwas geschehen, bevor noch mehr unserer Stadt vernichtet wird.

Dem Eigentümer gehören noch mehr Gebäude in Gießen, diese sind ebenfalls mutwillig dem Verfall ausgesetzt und es wird spekuliert auf Grundstückspreise und Bebauungsgelände. Ein Großteil der Gießener würde sich sicherlich wünschen, die Familie S. gäbe die Gebäude und Grundstücke für einen humanen Preis ab (oder verschenkt sie besser).
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